Türkei 2011 / 12

Trailrunning auf dem Lykischen Fernwanderweg zwischen Kas und Fethiye

 Unser diesjähriges Trainingslager in der Türkei war nicht im „Touristik-Industrie-Gebiet“ östlich von Antalya, sondern an der landschaftlich sehr reizvollen lykischen Küste, südwestlich von Antalya.

Dort haben wir dann traumhafte Trail-Lauf-Bedingungen vorgefunden - in wunderschöner Landschaft und auf herrlichen Pfaden entlang der Küste, an einsamen Stränden, durch Altertümer, entlang brennender Steine und auf schneebedeckte Gipfel.

 

Doch immer der Reihe nach:

 

Unseren ersten Lauf starteten wir direkt vom Hotel aus entlang der Küstenvariante des „Lykian Yolu“. Das ist ein insgesamt 509 km langer Trekkingpfad von Fethiye bis nach Antalya und gilt als einer der reizvollsten Treckingwege der Welt. Von Tekirova aus Richtung Cirali fing es jedenfalls schon mal sehr schön an.

 

Auf gut laufbarem Schotterweg geht es kurven- und hügelreich immer in Sichtweite zur nächsten Bucht nach Süden. Leider sind wir aber nach Gymnastik und ausgiebigem Frühstück etwas zu spät unterwegs, um es bis nach Cirali und den Erdfeuern zu schaffen.

 

So laufen wir vorsichtshalber nur bis zur letzten und höchsten Passhöhe dieser Etappe, werfen einen Blick auf den noch 8 km fernen Ort, kehren um und freuen uns auf das Abendbuffet und das verdiente Bier im Hotel.

 

Unterwegs gibt’s – auch sehr lecker – ein paar Brunnen an denen wir - obwohl lt. diverser Reiseführer eigentlich nicht empfohlen - unsere Trinkrucksäcke auffüllen und „baden“ können, aber ansonsten keine Einkehrmöglichkeit.

 

Am nächsten Tag wollen wir natürlich den "Lykian Yolu" in die andere Richtung testen. Dazu müssen wir zwar zunächst erst einmal durch den Ort Tekirovo, aber nach nur 3 km geht’s dann wieder aus dem Ort heraus. Hier führte der Weg durch landwirtschaftlich genutzte Gegend, an Obstplantagen, Ziegenherden, einer Reptilienfarm vorbei Richtung Strand und Steilküste.

Nach dem überwinden der Aussichtsfelsen, haben wir freien Blick auf den antiken Südhafen von Phaselis.

Unser dritter Laufausflug führt uns dann wieder nach Süden. Zunächst auf der Hauptstrasse – allerdings mit dem Dolmus – bis oberhalb von Olympos. Von dort wollen wir uns den Erd-Feuern und Cirali, diesmal von Süden nähern.

Erst einmal geht’s durch urwüchsigen Wald und durch Flussläufe, auf die Passhöhe und anschließend Richtung Meer ...

 

Anschließend geht’s hinunter an den, wegen dort brütender Meeresschildkröten komplett unter Naturschutz stehenden Strand...

... und weiter über Maden wieder auf dem Küstenweg zurück nach Tekirova.

Eine weitere Tour unternehmen wir in den Canyon von Günyük. Zunächst wieder mit dem Dolmus bis nach Günyük, ab dort laufen wir ins Landesinnere und später in die Schlucht hinein.

Der Canyon ist spektakulär, trotzdem begegnet uns kein einziger weiterer Besucher.

Der Anstieg bis zum Pass auf 1800 m ist schwer laufbar, vom Gipfel-Anstieg ganz zu schweigen, aber statt in den angegebenen 3 ½ Std. erreichen wir nach etwas weniger als 2 Std die Passhöhe.

Ab dem Pass begann der schwierigste Teil des Aufstieges über spärlich markierte  und selten begangene Geröll- und Schneefelder. Häufige Kontrolle des eingeschlagenen Pfades mit Navi-Hilfe war  daher trotz der guten Sicht recht hilfreich. An windreichen Graden des Anstieges wurde es inzwischen auch recht ungemütlich kalt.

Der Rückweg geht wieder durch urwüchsigste Landschaft, entlang von zerklüfteten Bach- und Flussläufen, bizarren Felsformationen und gigantischen Plantanen.


 ... und hinunter zu den „ewigen Feuern der Chimäre“: durch Risse und Spalte aus der Erde austretendes Gas, das dort seit Jahrtausenden mit offener Flamme brennt.

Am Ende der Schlucht mündet der Weg direkt im Wasser

weitere Bildimpressionen von der Lykischen Küste

 Um die besten Trails für unsere Laufwochen 2014 in der Türkei zu finden, waren wir wieder eine Woche auf dem Lykischen Pfad unterwegs. Diesmal haben wir uns den westlichen Teil zwischen Kas und Fethiye vorgenommen. 

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