Anforderungen fürs Traillaufen

Erforderliche Kondition, Trittsicherheit etc. der Läufer sowie die Angaben zur Wegebeschaffenheit

Grundsätzlich kann jeder der laufen kann natürlich auch Trail laufen! Und für den ersten Einstieg gibt es auch keine zusätzlichen Anforderungen. Wichtig ist auch hier natürlich, daß keine gesundheitlichen Bedenken gegen intensiver sportliche Betätigungen bestehen.


Der untenstehende kleine Fragebogen der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention hilft Dir ggfs. bei der Klärung, ob evtl. eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung sinnvoll sein könnte. Wichtig ist es jedoch auf richtigem, sprich angemessenem Niveau zu beginnen und sich nicht schon mit dem ersten Lauf in schwieriges Terrain zu begeben, bei dem man dann schnell den Spaß verlieren kann, oder z. B. im Gebirge ggfs. auch in ersthafte Schwierigkeiten geraten kann. Wie beim Bergwandern empfiehlt es sich daher im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt vorzugehen und langsam die Schwierigkeiten zu steigern. So kann jeder für sich gefahrlos herausfinden in welchem Gelände er sich noch wohl fühlt.


Um möglichst klare Informationen über unsere geplanten Läufe zu vermitteln haben wir versucht jeweils 2 Kategorien einzugrenzen:


A: Die Anforderungen wie Kondition und Trittsicherheit für die Läufer selbst.


B: Informationen zu den geplanten Strecken. Hierbei orientieren wir uns an den Wege-Kategorien des Schweizer Alpen-Clubs.


Die Zuordnung der Wege ist naturgemäß immer etwas subjektiv. Kaum ein Weg wird durchgängig nur zu ein und derselben Kategorie zuzuordnen sein und wie schwierig ein Weg zu laufen ist, hängt nicht nur von seiner Beschaffenheit selbst ab, sondern auch ganz entscheidend von den äußeren Umständen, insbesondere vom Wetter. Was bei Trockenheit leicht zu laufen ist, kann im oder nach Dauerregen zu massiven Schwierigkeiten führen.


A: Läufer-Kategorien


Stufe L1

Stufe L2

Stufe L3


Traillaufeinsteiger, aber keine absoluten Laufanfänger. Ihr solltet in der Lage sein ca 10 km am Stück zu laufen - die Zeit spielt dafür keine Rolle.

Für Traillaufeinsteiger, die im Straßenlauf die Distanz bis HM (egal welche Zeit) sicher beherrschen.

 

 

Für Marathonläufer, ohne - oder mit wenig - Traillauferfahrung, die nun ins Traillaufen einsteigen wollen.


Stufe L4

Stufe L5

Stufe L6


Ihr habt Traillauferfahrung, seid trittsicher und weitgehend schwindelfrei, so daß ihr auch auf unebenen Wanderwegen sicher laufen könnt. Dauer der Läufe ca 2-3 Stunden.

Ihr habt Traillauferfahrung, seid trittsicher und weitgehend schwindelfrei, so daß ihr auch auf unebenen Wanderwegen sicher laufen könnt. Dauer der Läufe ca 3-5 Stunden. 

 

 

Ihr habt Traillauferfahrung, seid trittsicher und völlig schwindelfrei, so daß ihr auch im ausgesetzten Gelände sicher laufen könnt. Dauer der Läufe bis >5 Std..



B: Wege-Kategorien


Die Angaben zur Wegebeschaffenehit orientieren sich an der Wanderskala des Schweizer Alpen-Clubs:

 

Grad

Weg/Gelände

Anforderungen

Beispiele

T1
Wandern

Weg gut gebahnt. Falls nach SAW-Normen markiert: gelb. Gelände flach oder leicht geneigt, keine Absturzgefahr

Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich. Wenig Ausdauer

Männlichen - Kleine Scheidegg, Hüttenweg Jurahaus, Cabane Mont Raimeux, Strada Alta Leventina,Vermigelhütte

T2
Bergwandern

Durchgehend gut ersichtlicher und gut begehbarer Weg. Teilweise steil. Absturzgefahr möglich

. EtwasTrittsicherheit erforderlich.

Wildhornhütte, Bergseehütte, Täschhütteab Täschalp, Passo Campolungo,Capanna Cristallina von Ossasco

T3
anspruchsvolles Bergwandern

Weg nicht durchgehend sichtbar. Heikle Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell sind die Hände fürs Gleichgewicht nötig. Falls markiert: weiss-rot-weiss. Teilweise exponiert mit Absturzgefahr. Schrofen und Geröllflächen möglich.

Gute Trittsicherheit. Elementare Alpinerfahrung

Hohtürli, Sefinenfurgge, Fründenhütte, Grosser Mythen, Pizzo Centrale vomGotthardpass

T4
Alpinwandern

Wegspur kaum vorhanden. An gewissen Stellen benötigt man die Hände zum Weiterkommen. Falls markiert: weiss-blau-weiss. Recht exponiert, heikle Grashalden und Schrofen. ApereGletscher und einfache Firnfelder.

Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Alpinerfahrung. Bei Wetterumschwung kann ein Rückzug schwierig werden

Fornohütte, Schreckhornhütte,Dossenhütte, Mischabelhütte, Übergang Voralphütte-Bergseehütte, VorderGlärnisch, Steghorn (Leiterli), Piz Terri, Pass Casnile Sud

T5
anspruchsvolles Alpinwandern

Oft weglos. Einfache Kletterstellen. Exponiertes und anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr.

Gute Alpinerfahrung.

Cabane de la Dent Blanche, Bütlasse, Salbitbiwak, Sustenjoch Nordflanke,Bristen, Pass Cacciabella

T6
schwieriges Alpinwandern

Meist weglos. Kletterstellen bis II. Kaum markiert. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Gletscher mit hoher Ausrutschgefahr

Ausgereifte Alpinerfahrung.

Niesengrat (Fromberghorn Nord),Glärnisch Guppengrat, Via Alta della Verzasca

 

 

Beispiele für die verschiedenen Wegeschwierigkeiten:

 

http://www.wanderwunder.ch/pages/wanderskala.php 

 


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